Zum Ausklang des 14. Poesiefestivals in Berlin – einige Prosa zur Poesie

von Projekt Wort:Rausch | Anam

Eine Stadt sucht ihre Poesie: Das Poesiefestival Berlin als Anlass zu Betrachtungen zum Wesen der Poesie. Geschrieben von den «Zeitnah»-Poesie-Aussenkorrespondenten von «Projekt Wort:Rausch».

www.lucianhunziker.com)

«Worte verteilen sich über alle Stadtteile hinweg, stehen in Silben und Sätzen im Raum, bewegen, lassen verharren, geben zu denken, wirken – zumindest auf die, die sich darauf einlassen.» – Lernt Prosa das Fliegen, ist es vielleicht Poesie. Wer sich drauf einlässt, sieht sie ebenso zwischen den Zeilen wie zwischen Schriftbild und Lautbild stehen. Man hat zwei Texte, einen eigenen, einen fremden, und als Drittes entsteht die Poesie. Ob wir in einer prosaischen oder doch eher in einer poetischen, in einer bildlichen oder doch eher einer wörtlichen Zeit leben, entscheide jeder für sich selbst. (www.lucianhunziker.com)

Berlin, im Juni 2013. Eine Stadt auf der Suche nach einer gemeinsamen Sprache und die Akademie der Künste als Wortort, als Basis für einen gemeinsamen Nenner in verschiedenen Dialekten, Möglichkeiten und Fragen.

Zum Beispiel der Frage nach der Notwendigkeit der Poesie, der Position der Lyrik im Alltag, oder anderen Fragen, die nicht um einer Antwort willen gestellt werden, sondern um ihrer selbst willen, um Denkprozesse in Gang zu setzen, Befindlichkeiten auszuloten.

Worte verteilen sich über alle Stadtteile hinweg, stehen in Silben und Sätzen im Raum, bewegen, lassen verharren, geben zu denken, wirken – zumindest auf die, die sich darauf einlassen, die, welche, auf den ersten Blick, eine kleine und eingeschworene Gemeinschaft unterschiedlichster Couleur zu sein scheinen, die jedoch ein nicht zu unterschätzendes Potenzial, hinsichtlich ihrer Wirkung auf die breite Öffentlichkeit, in sich trägt.

Poesie mag leise sein, für viele unscheinbar, doch wenn sie zu Wort kommt, bleibt sie nachhaltig, hinterlässt sie Spuren in den Gedanken, die man vielleicht gut mit einem Zitat von R. Bothner umreissen kann:

«Das Wort strukturiert das Vorher und das Nachher. Es ist von Beginn an gegenwärtig, es erscheint als Mitte, die den Anfang mit dem Ende verbindet. Das Wort ist gegenwärtiges Innehalten.»

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Einige Gedanken zu “Zum Ausklang des 14. Poesiefestivals in Berlin – einige Prosa zur Poesie

  1. Sabine Bärbel patjens

    Gefällt mir sehr und ich glaube auch das wir Poesie Lyrik eine schöne Sprache bitter nötig haben!!
    Ohne Lyrik ist das Leben fad und schnörkellos!!

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