Die NZZ bespricht das auch ausführlich von „Zeitnah: Kulturmagazin seit 2012“ besprochene Buch „Schreiben“ von Kurt Drawert. Die lesenswerte, wenn auch etwas knapp und unausgewogen geratene Rezension empfiehlt Drawerts Buch als probates Gegenmittel zur flächendeckend um sich greifenden „literarischen Naivität“ der „hochfliegenden Poetenträume“, die sich rund um das WWW anlagern.…
von Jan Decker Des Schriftstellers Rolf Schneiders Autobiografie „Schonzeiten“ ist ein Lied des Widerstands gegen den Abbau der eigenen Biografie. Der Bewohner der ehemaligen DDR erzählt sein Leben auf gewinnende, nicht anklagende Weise – dem Besuch der Stasi-Unterlagenbehörde kommt nicht mehr moralisches Brio zu als Besuchen in Gemädesammlungen. Ein kluges…
Von Daniel Lüthi Erstmals veröffentlicht Suhrkamp die gesammelten Briefe von Bertolt Brecht und Helene Weigel: Ein Zeitdokument, das sowohl das Künstlerpaar als auch die Zwischenkriegsjahre von einer ungewöhnlichen Seite beleuchtet. Was Brecht mit Langeweile, Tabak und Grammofon so alles anzustellen wusste, zeigt dieser Band eindrücklich.
von Jan Drees Computer trifft Kohlmeise: Der Berliner Dichter Björn Kuhligk schreibt in seinem neuen Buch „Die Stille zwischen null und eins“ über Möbelbäume, Bundesstrassenränder und Videotouristen. Der Autor und Journalist Jan Drees bespricht das neue Werk für „Zeitnah: Kulturmagazin seit 2012“.
von Jan Drees Die sich selbst ausbeutenden Underground-Verleger von Pulp Master bringen seit langer Zeit Groschenkrimis auf den Markt. Es handelt sich dabei um echte Pulp Fiction. Aus Amerika, Grossbritannien oder Italien. Bela B. von Die Ärzte wirbt dafür mit den folgenden, markanten Worten: “Lasst den Stoff nicht auf der Toilette liegen.…
von Jan Decker Der erfolgreiche Leipziger Autor Jan Decker bespricht exklusiv für „Zeitnah: Kulturmagazin seit 2012“ Kurt Drawerts kluges, der Anregung ebenso wie der Aufregung volles, überbordend-überforderndes Handbuch: „Schreiben. Vom Leben der Texte“. Sein Fazit – das Schreiben ist auch ohne Drawerts Werk schon kompliziert genug.
1934 erschuf der amerikanische Fantasy-Autor Fritz Leiber zwei Figuren, die partout nicht ins damals übliche Heldenschema passen wollten: „Fafhrd und der Graue Mausling“ waren keine Prinzen oder wackeren Ritter, sondern zwei liebenswerte Schurken, die trinkfreudig von einem Abenteuer ins nächste stürzten und mit Worten ebenso gut fechten konnten wie mit…