Dario Argento bestätigt seinen Ruf als Schlockmeister mit seiner Verfilmung von Bram Stokers berühmtem Vampirroman. Wichtiger als Stokers Vorlage ist für Argento aber der Hammer-Dracula. Und Thomas Kretschmann liess sich von Bela Lugosi inspirieren.
Tommy Lee Jones begeistert mit einem zwar konventionell gemachten, aber sehr starken (Anti-)Western, der im Mittleren Westen der 1850er Jahre spielt und das Schicksal einer Frau und eines Outlaws nachzeichnet, basierend auf dem Roman Glendon Swarthouts.
Juliette Binoche spielt eine Schauspielerin – wie schon in Abel Ferraras «Mary». Diesmal aber nicht in Israel und den USA, sondern in der Schweiz und England. Olivier Assayas neuer Film ist ein vielschichtiges Werk.
Anton Corbin erweist sich auch mit seinem neuen Film – der auf einem Roman von John Le Carré basiert – als prononciert europäischer Regisseur. Philip Seymour Hoffman brilliert in seiner letzten Rolle als Agent Günther Bachmann.
Nach «Amer» überzeugt das französische Regieduo Cattet und Forzani mit einer weiteren Hommage an den Giallo, der wieder auf der ganzen Linie überzeugt. Ein Trip in die tiefsten Tiefen der menschlichen (oder der männlichen?) Seele – und in eine mediale wie auch persönliche Vergangenheit.
Intellektuelle im Gespräch. Klassengegensätze. Und die beschränkte Macht und unbeschränkte Ohnmacht des Menschen. Nuri Bilge Ceylans in Cannes ausgezeichneter neuer Film fasziniert mit starken Bildern und Dialogen.