Der französischen Regisseurin Marie-Castille Mention-Schaar gelingt mit ihrem neuen Film ein überzeugender Einblick in das Leben junger Möchtegern-Dschihadistinnen, der letztlich auf eine Sinnkrise in West und Ost verweist.
Tiger ist eine radikale Feministin. Oder so. Eine Art Superheldin, welche die naive Vanilla vor aggressiven Männern rettet. Doch irgendwann merkt auch Tiger: jemandem die Fresse polieren heisst vor allem eines – jemandem die Fresse polieren. Oder auch nicht…
Nachtwächter werden von teuflischen Zombie-Vampiren bedroht. Der Filmemacher Mitchell Altieri verbindet gekonnt Topoi des Zombie- und Vampirfilms in seinem neuen Film, der immer wieder mit witzigen und bewusst abgedroschenen Ideen überrascht. Trash auf höchstem Niveau!
Der zweite Spielfilm des französischen Regisseurs Rachid Djaïdani überzeugt mit starken schauspielerischen Leistungen, mit viel (auch filmischer) Poesie und Rap, und ist ein starkes Plädoyer für ein friedliches Zusammenleben.
Der Kommunist, Abgeordnete und Schriftsteller Pablo Neruda, geboren als Ricardo Reyes Basoalto, befindet sich auf der Flucht vor dem unehelich geborenen Beamten und Polizisten Óscar. Der chilenische Regisseur Pablo Larraín legt seinen vielleicht besten Film vor, ein Werk zwischen Fiktion und Realität, zwischen Literatur und Film.
Garth Davis legt mit «Lion» ein mehr als nur solides Debüt vor, das allerdings mit der Zeit immer vorhersehbarer wird. Vielleicht hält sich Davis einfach zu stark an die Vorlage. Ein kreativerer Umgang mit dem autobiografischen Material wäre hier von Vorteil gewesen.
Der australisch-neuseeländische Regisseur Andrew Dominik legt mit «One More Time with Feeling» seinen ersten Dokumentarfilm vor – in 3D. Das Stadtkino Basel zeigt das eindrückliche Dokument über Nick Caves Leben, seine Trauer und seine Musik zweimal in 3D (Originalversion englisch ohne Untertitel) und zweimal in 2D (Originalversion englisch mit deutschen…