In López-Linares‘ Dokumentarfilm kommen Kundige und Künstler aus verschiedenen Bereichen zu Wort; Thema ist Hieronymus Boschs Triptychon «Der Garten der Lüste».
Valeria Bruni Tedeschi brilliert in Paolo Virzìs Psychiatriedrama «La pazza gioia», das wohl nicht zuletzt eine Anklage an die völlig veralteten psychiatrischen Kliniken Italiens ist.
Marcin Wronas Film ist ein melancholisch-poetischer Horror-Film, der viel über die europäische Geschichte sagt und dabei aber immer wieder mit humorigen Zwischentönen überrascht.
Wir warten gespannt auf Whit Stillmans Jane-Austen-Verfilmung «Love and Friendship». Vor dem Film – der auf «Lady Susan» basiert und zu dem auch ein Roman von Stillman selbst existiert – hat sich der Meister, der oft als WASP-Woody-Allen bezeichnet wird, aber nochmal seinem heimatlichen nordamerikanischen Kontinent zugewendet und seinen wohl…
Fatih Akin ist eines der grossen filmischen Talente Deutschland, und anders als andere ist er in verschiedenen Genres zuhause, was auch seine neue Literaturverfilmung «Tschick» nach Wolfgang Herrndorf beweist – die aber natürlich mehr als ein Genrefilm ist, vielmehr eine einfühlsame Studie um jugendliche Aussenseiter.
Der deutschen Regisseurin Cordula Kablitz-Post gelingt mit «Lou Andreas-Salomé» ein solide gemachtes Biopic, das aber wohl auch als TV-Premiere vorstellbar wäre. Das wird der Psychoanalytikerin, Dichterin und Philosophin sicherlich nur teilweise gerecht, bietet aber doch annehmbare und informative Unterhaltung.
Nach ihrer Wedekind-Verfilmung «Innocence» überzeugt die französische Filmemacherin mit ihrem Zweitling, einem mindestens so mysteriösen, berauschend schönen Arthaus-Streifen, der nichts für allzu zart besaitete Gemüter ist.