Der erste Spielfilm der schweizerisch-kurdisch-türkischen Regisseurin Esen Isik überzeugt mit einer leider nur allzu realistischen Darstellung der Gewalt in Istanbul; anhand von drei Figuren und ihrem Umfeld: der Transsexuellen Ebru, dem kleinen Taschentuchverkäufer Cemo und der Ehefrau Hayat.
Die Dame mit dem Bronx-88-T-Shirt im SVP-Clip: eine bewusste Anbiederung an Rechtsextreme? Oder einfach ein Zufall? Die Spuren führen nach Schweden. Eine Reise an die Quellen der Interpretation.
Der auf Musikdokfilme spezialisierte Schweizer Regisseur widmet sein neuestes Werk Bill Drummonds von The KLF, der mit diversen Dance-Hits und dem Verbrennen von einer MiIlion Pfund berühmt wurde. Heute will er weder Geld noch Musik speichern und verfolgt ganz andere Projekte, weit weg von Kommerz und Musikbusiness.
Mit ihrer starken Hommage an den CH-Kultfilm «Reisender Krieger» überzeugen die zwei Deutschschweizer Filmemacher Herzog und Günter auf der ganzen Linie.
Auch nach den jüngsten Erfolgen der SVP hat Thomas Maissens neues Werk zur Instrumentalisierung der schweizerischen Mythen keinerlei Relevanz eingebüsst.
Andrew Haighs Literaturverfilmung überzeugt mit leisen Zwischentönen und bietet sich an als eine Art Gegenentwurf oder vielleicht auch companion piece zu Mike Leighs «Another Year».
Wenn Initiativen nur noch dem Wahlkampf dienen und diese oft gar nicht umgesetzt werden können, da sie gegen bestehende Verträge und zwingendes Völkerrecht verstossen, dann stellt sich die Frage: wie weiter mit der direkten Demokratie? Eine filmische Bestandsaufnahme von Thomas Isler.