Juliette Binoche spielt eine Schauspielerin – wie schon in Abel Ferraras «Mary». Diesmal aber nicht in Israel und den USA, sondern in der Schweiz und England. Olivier Assayas neuer Film ist ein vielschichtiges Werk.
Nach «Amer» überzeugt das französische Regieduo Cattet und Forzani mit einer weiteren Hommage an den Giallo, der wieder auf der ganzen Linie überzeugt. Ein Trip in die tiefsten Tiefen der menschlichen (oder der männlichen?) Seele – und in eine mediale wie auch persönliche Vergangenheit.
«Deux jours, une nuit» der Dardenne-Brüder ist ein Film über vieles. Über die (Nicht-)Demokratie, über den Kapitalismus und seine Logik, die die Demokratie zweckentfremdet, und über die Möglichkeit von Alternativen.
Das heutige Zitat der Woche beschwört die finstere Schönheit eines gefallenen Engels: Lautréamonts «Die Gesänge des Maldoror» zeigt als Vorläufer des Surrealismus die Abgründe der Menschheit.
Papa und Mama Charles (Christian Clavier) und Marie Verneuil (Chantal Lauby) sind Franzosen der alten Schule: er ist überzeugter Gaullist, seine Frau hat sich ihr Leben lang ihren Töchtern gewidmet. Doch nun geht alles den Bach runter: die erste heiratet einen Araber, die zweite einen Juden, die dritte einen Chinesen!…
Irene (Jasmine Trinca), Codename Miele (Honig), verhilft Schwerkranken zum Freitod. Die junge Frau ist mit einem verheirateten Familienvater liiert und auch ihre Angehörigen wissen nichts von ihrer illegalen Tätigkeit: sie kauft in Mexiko legale Substanzen, die sie dann in Italien (via Los Angeles) ihrer Kundschaft verkauft. Sie ist allerdings wirklich…
Von Michel Schultheiss Es gibt Werbematerial, das ich trotz Stopp-Kleber nicht in meinem Briefkasten missen möchte. Dazu gehört ein Zettel, auf dem von «25 Jahre erfahrung mit gewalt gegen Frauen und 100% garantie Erfolg zum neuem Liebensglück» die Rede ist. Der Urheber, Professor Karamoko, geht noch weiter und verspricht Problemlösungen…