«Les Ponts de Sarajevo» ist ein starker Episodenfilm über Sarajevo und die europäische Geschichte, oft berührend, immer aber zum Denken anregend. Mit dabei sind bei der deutsch-bosnisch-bulgarisch-französisch-italienisch-portugiesisch-schweizerischen Koproduktion aus der Schweiz Ursula Meier und Jean-Luc Godard und vor der Kamera Gilles Tschudi.
Der philippinische Regisseur Ron Morales gibt mit «Graceland» einen starken Einblick in eine Welt der Korruption, eine Welt von sozialen Gegensätzen und krasser Ausbeutung, sogar von Minderjährigen.
François Ozon besticht mit einem Melodram, das nicht nur in LGBT-Kreisen Zuspruch finden wird. Die sehr campe Verfilmung einer Kurzgeschichte von Ruth Rendell packt immer wieder, amüsiert und zeigt immer wieder neue Möglichkeiten auf.
Der äthiopische Regisseur Zeresenay Mehari erzählt in seinem Spielfilm die wahre Geschichte eines entführten und geschändeten Mädchens, das einen ihrer Peiniger erschiesst und dem von einer mutigen Anwältin zu seinem Recht verholfen wird.
Der israelische Regisseur Eran Riklis legt mit «Dancing Arabs» seinen vielleicht stärksten Film vor – über einen jungen arabischen Israeli, der zerrissen ist zwischen israelischer Mehrheitsgesellschaft und seinen arabischen Wurzeln.
Das Regie-Duo Glatzer und Westmoreland legt nach «Quinceañera» einen Independent-Streifen mit Mainstream-Appeal vor, der auch bei der Academy sehr gut angekommen ist. Julianne Moore wurde für ihre Darstellung einer an Alzheimer erkrankten Linguistik-Professorin mit dem Oscar für die beste Hauptdarstellerin ausgezeichnet.