Morten Tyldum legt mit «The Imitation Game» ein gut gemachtes Biopic über den berühmten Enigma-Dekodierer Alan Turing vor. Auch wenn hier Turing im Zentrum steht: es handelt sich eher um ein von historischen Ereignissen inspiriertes Werk, bei dem nicht die Nähe zur Geschichte im Zentrum steht.
Schwarzer Humor trifft in Anderssons drittem Film seiner Trilogie über die menschliche Natur auf den schwarzen Holocaust, der ja eigentlich ein europäischer war. Ein ebenso witziges wie erschreckendes Meisterwerk der Filmkunst.
In Maximilian Erlenweins zweitem Langspielfilm versucht der Kriminelle Erik, vor seiner Vergangenheit zu fliehen. Er geht einem ehrlichen Gewerbe nach, lebt in der Provinz und ist glücklich liiert. Doch bald schon wird ein mysteriöser Mann namens Henry sein ständiger Begleiter …
Fremde in einem Flugzeug, die sich aber alle kennen. Zwei Männer und ihr Konflikt. Ein Mann und sein Rachefeldzug gegen den Staat. Und am Schluss: der ewige Kampf zwischen Mann und Frau. In Damián Szifrons Episodenfilm herrscht der Gott des Gemetzels fast unangefochten.
Tommy Lee Jones begeistert mit einem zwar konventionell gemachten, aber sehr starken (Anti-)Western, der im Mittleren Westen der 1850er Jahre spielt und das Schicksal einer Frau und eines Outlaws nachzeichnet, basierend auf dem Roman Glendon Swarthouts.
Juliette Binoche spielt eine Schauspielerin – wie schon in Abel Ferraras «Mary». Diesmal aber nicht in Israel und den USA, sondern in der Schweiz und England. Olivier Assayas neuer Film ist ein vielschichtiges Werk.
Anton Corbin erweist sich auch mit seinem neuen Film – der auf einem Roman von John Le Carré basiert – als prononciert europäischer Regisseur. Philip Seymour Hoffman brilliert in seiner letzten Rolle als Agent Günther Bachmann.