Der äthiopische Regisseur Zeresenay Mehari erzählt in seinem Spielfilm die wahre Geschichte eines entführten und geschändeten Mädchens, das einen ihrer Peiniger erschiesst und dem von einer mutigen Anwältin zu seinem Recht verholfen wird.
Der israelische Regisseur Eran Riklis legt mit «Dancing Arabs» seinen vielleicht stärksten Film vor – über einen jungen arabischen Israeli, der zerrissen ist zwischen israelischer Mehrheitsgesellschaft und seinen arabischen Wurzeln.
Jannicke Systad Jacobsen erster Spielfilm ist ein einfühlsames und immer wieder urkomisches Porträt einer 15-jährigen und ihrer erwachenden Sexualität.
Das Regie-Duo Glatzer und Westmoreland legt nach «Quinceañera» einen Independent-Streifen mit Mainstream-Appeal vor, der auch bei der Academy sehr gut angekommen ist. Julianne Moore wurde für ihre Darstellung einer an Alzheimer erkrankten Linguistik-Professorin mit dem Oscar für die beste Hauptdarstellerin ausgezeichnet.
Nach dem «American Gigolo» (1980) und dem «American Gangster» (2007) folgt der amerikanische Heckenschütze: Clint Eastwoods neuer Film ist ein politisch fragwürdiges Spektakel, in dem vor allem viel geschossen wird.
Der Ko-Autor des Animationsfilms «Rango» legt mit «Coherence» einen grossartigen Science-Fiction-Film vor, in dem es in Tat und Wahrheit nicht um Kohärenz, sondern um deren Zerfall geht. Ein Film ganz ohne Raumschiffe, aber dafür ein starker Trip in die Tiefen der menschlichen Seele.
Paul Thomas Anderson verfilmt Thomas Pynchon – ein Glücksfall. PTA legt also nach «There Will Be Blood» ein weiteres Mal eine Literaturverfilmung vor – und zugleich einen seiner besten Filme. Dabei handelt es sich zudem um die erste (bzw. genauer: zweite) Pynchon-Verfilmung ever.