gesichtet #144: Weshalb sich der Vogel Gryff in «seiner Gasse» ducken müsste

gesichtet #144: Weshalb sich der Vogel Gryff in «seiner Gasse» ducken müsste

Von Michel Schultheiss Hier riecht es stets streng. Kein Wunder: Wir betreten nun einen von zwei Verbindungswegen zwischen Rheinufer und Rotlichtviertel. Es ist wohl einer derjenigen Orte, die Saubermänner gerne aus dem Basler Stadtbild tilgen würden – schliesslich ist die kleine Gasse sowohl als inoffizielle Toilette für Menschen und Tauben…

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gesichtet #138: Vom Schlangenwald zum Igelweg – die tierischen Seiten des Bruderholz

gesichtet #138: Vom Schlangenwald zum Igelweg – die tierischen Seiten des Bruderholz

Von Michel Schultheiss Ob Hundsbuckel, Wolfsschlucht, Buremichelkopf, Hummelweglein oder Krachenrain: Von allen Basler Quartieren zeichnet sich das Bruderholz durch besonders ausgefallene Strassen- und Flurnamen aus. Nicht weit von den Bettlerhöhlen entfernt geht’s gar tierisch zu: Ein Eichhorn-, Igel- und Schlangenweglein sind dort zu finden. Letzteres führt von der Bruderholzallee zur…

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gesichtet #134: Die Drahtzugschanze – ein verborgenes Relikt der Kleinbasler Stadtbefestigung

gesichtet #134: Die Drahtzugschanze – ein verborgenes Relikt der Kleinbasler Stadtbefestigung

Von Michel Schultheiss Ein verschlossenes Tor und der Graffitizug eines Architekturbüros: Von aussen kann kaum jemand erahnen, dass sich in diesem Hinterhof etwas Spezielles verbirgt. Drinnen aber lässt sich zwischen den Bäumen und Kletterpflanzen ein altes Gemäuer erspähen. Dabei handelt es sich um die Aussenmauer der Drahtzugschanze von 1624 –…

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gesichtet #133: «Hundehalter an die Leine» – Basels anonyme Anti-Scheisse-Aktivisten

gesichtet #133: «Hundehalter an die Leine» – Basels anonyme Anti-Scheisse-Aktivisten

Von Michel Schultheiss Immer wieder ergeben sich bei einem Gang durch die Stadt seltsame Fragen. Manche davon wurden auch schon in dieser Rubrik geklärt: Warum Michael Jackson auch lange nach seinem Tod an der Schlettstadterstrasse wohnt, wo sich eigentlich das Fyrgässli befindet und was hinter dem Hexenwald steckt, ist mittlerweile…

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gesichtet #131: Die toten Gleise vom Hirzbrunnen

gesichtet #131: Die toten Gleise vom Hirzbrunnen

Von Michel Schultheiss Grünzeug spriesst zwischen den Schienen, daneben stapeln sich Spraydosen, Kerzen und Bierflaschen. Es ist eine Umgebung, die locker als Kulisse einer Lösegeldübergabe der Krimiserie Tatort oder als geheimer Treffpunkt einer Vorstadt-Gang dienen könnte. Im Nirgendwo zwischen den Familiengärten und einer Hundedressurschule kommt in den verlassenen Tunnels ein…

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gesichtet #130: Das unbekannte Eulen- oder Fyrgässli

gesichtet #130: Das unbekannte Eulen- oder Fyrgässli

Ein schmaler Durchgang bahnt sich durch die Altstadthäuser, darüber erstrecken sich ein paar Schwibbögen. Nur wer aufmerksam durch die Martinsgasse schlendert, kann die dunkle Gasse überhaupt erspähen: Gleich neben dem Ehrenfelserhof und schräg gegenüber vom Weissen Haus lässt durch eine Gittertür ein Blick auf diese Passage erhaschen. Wie beim Andreas-…

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gesichtet #127: Lindenturm und Lochbrunnen – ein Stück eingemauerte Stadtgeschichte

gesichtet #127: Lindenturm und Lochbrunnen – ein Stück eingemauerte Stadtgeschichte

Von Michel Schultheiss Eine massive Eisentür, fast versteckt zwischen Sträuchern und Bäumen. Sie ist mit Graffiti versehen, ansonsten fällt sie aber nicht besonders auf. Wer vom Mühlenberg runter ins St. Alban-Tal spaziert, kann dieses Portal entdecken. Vielleicht hat sich auch schon mal der eine oder andere gefragt, was sich wohl…

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gesichtet #124: Befehle vom Moskauer Oberkommando – über die neuen Aufgaben des «Geheimagenten»

gesichtet #124: Befehle vom Moskauer Oberkommando – über die neuen Aufgaben des «Geheimagenten»

Von Michel Schultheiss Es war keine einfache Zeit für Dimitrios: Der Umbau des «Caffè Spettacolo» machte ihm einen Strich durch die Rechnung. Während Monaten konnte er sein Stammlokal, das auch gleichzeitig sein Arbeitsplatz ist, nicht betreten. Nun aber sitzt er wie immer mit Koffer, Hut und Lupe und in seinem…

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gesichtet #123: Die geköpfte Gestalt vom Castellioweglein

gesichtet #123: Die geköpfte Gestalt vom Castellioweglein

Von Michel Schultheiss Eine kopflose Figur unter einem Stacheldraht: Der schauerhafte Anblick könnte vielleicht glatt als unbeabsichtigte Protestinstallation zu den gegenwärtigen Flüchtlingsschicksalen durchgehen. Das Gespenstische, das Schaufensterpuppen an sich schon haben, wird hier noch verstärkt: Ziemlich unerwartet taucht die Gestalt hinter der Ecke auf – an einem Weg, der kaum…

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gesichtet #122: Das abgestürzte Flugzeug und die Zombie-Kuh

gesichtet #122: Das abgestürzte Flugzeug und die Zombie-Kuh

Von Michel Schultheiss «Ich finde dieses Eisenplattensammelsurium-Kunstwerk für die Essiganlage fehl am Platz.» Mit diesen Worten machte ein Leserbriefschreiber namens Peperone im August 1975 in der Riehener Zeitung seinem Ärger Luft. «Wären die Platten nur ein bisschen näher an der Aeusseren Baselstrasse, so hätte man annehmen können, sie wären einem Lastauto…

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gesichtet #121: Das Andreasgässlein – ein geheimer Durchgang in der Altstadt

gesichtet #121: Das Andreasgässlein – ein geheimer Durchgang in der Altstadt

Von Michel Schultheiss Bekanntlich gibt es in Basel bestimmte Gassen, die bloss Insidern bekannt sind. So ein Fall ist das bereits hier vorgestellte Gansgässlein. Immerhin ist dieser Weg aber amtlich benannt und zumindest durch ein Gitter vom Pfeffergässlein aus sichtbar. Es gibt aber eine noch besser versteckte Passage in Basel.…

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gesichtet #119: Das verbotene Basel (Teil 1)

gesichtet #119: Das verbotene Basel (Teil 1)

Von Michel Schultheiss Die Stadt glänzt nicht nur mit bizarren Köpfen, seltsamen Läden und Gewächsen. Eine ganz eigene Kategorie sind Verbotsschilder. Es geht hier aber nicht um die offiziellen Exemplare, sondern um die «Handarbeit». Manchmal sind’s professionell gestaltete Tafeln, manchmal aber auch nur zerknitterte A4-Blätter, die jeweils spannende Geschichten dahinter…

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gesichtet #118: Die Fratzen der Stadt (Teil 3)

gesichtet #118: Die Fratzen der Stadt (Teil 3)

Von Michel Schultheiss «Also die haben die Zähne wirklich nicht geputzt», weiss Florian zu berichten. Der Bruder von Rolf Schächteli ist bei seiner Entführung durch den mysteriösen Zwerg auch diesen steinernen Konterfeien begegnet, wie er anschliessend aufgeregt der Familie erzählt. Ziemlich dreckig lachen sie am Rheinsprung auf die Passanten herunter.…

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gesichtet #115: Abgesang auf das Nachtigallenwäldeli

gesichtet #115: Abgesang auf das Nachtigallenwäldeli

Von Michel Schultheiss Schon öfters wurde sie als Schandfleck, Unort oder Niemandsland bezeichnet. Nun wird Basels umstrittenste Grünanlage, die wohl jeder Kuppel- und Zoobesucher kennt, völlig umgekrempelt. Ihr Name mag etwa an einen lauschigen Lustgarten, an eine englischen Park oder sonst eine romantische Gegend erinnern. Wie die verwahrloste Uferpromenade in…

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gesichtet #113: Erscheinungen am Rhein: Bizarre Kreidebotschaften und waghalsige Brückenkunst

gesichtet #113: Erscheinungen am Rhein: Bizarre Kreidebotschaften und waghalsige Brückenkunst

Von Michel Schultheiss Auf eine ähnlich mysteriöse Art wie die berühmten Kornkreise in Südengland sind sie auf einmal da: Inschriften am Rheinbord, die auf bisher ungeklärte Weise plötzlich am Rheinufer auftauchen. Das geschieht nicht einfach irgendwo, sondern entlang der ganzen, aber auch wirklich ganzen Schwimmstrecke zwischen der Solitude und der…

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gesichtet #110: Die grimmigen Wichte in der Breite

gesichtet #110: Die grimmigen Wichte in der Breite

Von Michel Schultheiss Durch die Vitrine grinsen sie die Passanten an. Im meist geschlossenen Laden sticht die bunte Schar voller bärtiger Gesellen mit Zipfelmützen aus dem dunklen Hintergrund hervor. Auch wenn die Gartenzwerge eigentlich naiv-fröhliche Gemüter sein sollten, kommt es, dass manche der Fratzen geradezu unheimlich durch die Scheiben starren.…

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gesichtet #107: Auf verschlungenen Pfaden beim Gstäderwegli

gesichtet #107: Auf verschlungenen Pfaden beim Gstäderwegli

Von Michel Schultheiss Eine liebevolle Geste der Gemeinde Riehen besteht darin, auch jedem noch so kurzen und unbedeutenden Trampelpfad, Stapfelberg und Schleichweg einen Namen zu verleihen. Wenn gerade kein alter Flurname zur Verfügung steht, tun’s auch neuere Kreationen. So weist etwa das erst vor wenigen Jahren so getaufte Salamanderweglein auf…

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gesichtet #105: Morgensterne, Obst und ewiges Leben

gesichtet #105: Morgensterne, Obst und ewiges Leben

Von Michel Schultheiss Zigaretten, Zitronenlimonade und ein kleiner Taschenradio stehen bereit. Im Tramhäuschen der Endstation «Kleinhüningen» der Tramlinie 8 hat er es sich gemütlich mit Musik und Verpflegung eingerichtet. Doch es ist nur einer seiner zwei Stammplätze. Bisweilen zieht es ihn mit dem Einkaufstrolley auch zum Barfüsserplatz. Bei seinem Gang…

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gesichtet #103: Die Theaterköpfe und ihr Kronleuchter

gesichtet #103: Die Theaterköpfe und ihr Kronleuchter

Von Michel Schultheiss Der Vorgarten zeigt buchstäblich ein lachendes und ein weinendes Gesicht. Völlig unerwartet schauen auf dieser Wiese zwei steinerne Köpfe auf die Passanten. Noch seltsamer mag der Kronleuchter anmuten, welcher gleich daneben an einem Baum hängt – gleich über einem Balkongeländer, das ebenfalls ziemlich quer in der Landschaft…

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gesichtet #98: Das drollige Trillengässlein

gesichtet #98: Das drollige Trillengässlein

Von Michel Schultheiss Hinterhofambiente trifft hier auf Freilichtmuseumskulisse: Dieses eine Gässlein will nicht so richtig in die pittoreske Umgebung passen. Von der Schnabelgasse aus führt die Treppe zum Unteren Heuberg, jenem schönen Strassenzug mit den überwachsenen alten Häusern. Während rundherum alles herausgeputzt ist, scheint das Trillengässlein das Schmuddelkind der Altstadt…

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gesichtet #95: «Ungebildetes Pack» versus «Spar dir deine Fremdwörter»

gesichtet #95:  «Ungebildetes Pack» versus «Spar dir deine Fremdwörter»

Von Michel Schultheiss Einem manchen sind endlose Diskussionen auf Facebook-Pinnwänden, Twitterkriege oder Endlosdebatten in den Kommentarspalten bestens bekannt. Ist das mittlerweile zu langweilig geworden? Als Alternative gibt’s auch die Oldschool-Variante davon: Hier reicht die Tastatur nicht aus und es muss noch mit der Spraydose Hand angelegt werden. Dafür darf das…

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gesichtet #94: Spielzeiten im Gellert

gesichtet #94: Spielzeiten im Gellert

Von Michel Schultheiss Pippi Langstrumpf, Tom Sawyer, Huckleberry Finn und Michel aus Lönneberga sind bekanntlich nicht im Basler Gellert-Quartier aufgewachsen. Wäre dem so gewesen, so hätten die Kinderbuchhelden wohl als Erstes gegen die Beschilderung am Christoph Merian-Platz rebelliert. Dort gelten nämlich eiserne beziehungsweise steinerne Regeln: Die Spielzeiten stehen auf dem…

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gesichtet #93: Streetart als künstlerisches Statement zur Stadtentwicklung

gesichtet #93: Streetart als künstlerisches Statement zur Stadtentwicklung

Von Michel Schultheiss Manche Quartiere gleichen bei genauerem Hinsehen einem grossen Schaukasten. Wer etwa aufmerksam durch das St. Johann spaziert, kann immer wieder neue Entdeckungen machen: Parolen, Wandzeitungen, Graffiti und Streetart-Werke schmücken so manche Wände. Seit Monaten ist aber auch ein Plakat zu sehen, das heraussticht. Düster und ironisch zugleich…

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gesichtet #90: Eine Marmorsäule trotzt der Autobahn und den Vandalen

gesichtet #90: Eine Marmorsäule trotzt der Autobahn und den Vandalen

Von Michel Schultheiss Eine Art Totempfahl ragt mitten im Niemandsland zwischen Autobahn und Schrebergärten in den Himmel. Gleich am Fusse der Galgenhügels, wo der St. Alban-Teich kurz unter der mächtigen Brücke der A2 verschwindet, ist diese stattliche Marmorstele auffindbar. Schon mehrere Mal wurde die Skulptur von Vandalen heimgesucht.

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gesichtet #88: Basels bekanntestes Lächeln – Hommage an eine Unporträtierbare

gesichtet #88: Basels bekanntestes Lächeln – Hommage an eine Unporträtierbare

Von Michel Schultheiss Die erste Begegnung mit ihr bleibt unvergessen. Vorher war sie mir bloss vom Hörensagen bekannt und ich hielt sie lange Zeit für ein Gerücht. Das änderte sich eines Tages schlagartig, als ich in Gedanken versunken durch die Gegend schlenderte und plötzlich jäh aufschreckte: Die Hände engelsgleich ausgestreckt,…

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gesichtet #87: Die graue Schneise – eine Hommage an Basels deprimierendste Gegend

gesichtet #87: Die graue Schneise –  eine Hommage an Basels deprimierendste Gegend

Von Michel Schultheiss Nach dem Spiel des FC Basel ist der Bus proppenvoll. Doch plötzlich macht sich Aufregung im Gedränge breit: Ein blutüberströmter Mann liegt auf einem Sitz. Bei der Station «Tinguely-Museum» wird der Busfahrer Jost Eberhard darauf aufmerksam gemacht. Für ihn kann der tragische Vorfall nicht passender zum Fundort…

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gesichtet #77: Das Gruppen-Mosaik am Rheinufer

gesichtet #77: Das Gruppen-Mosaik am Rheinufer

Von Michel Schultheiss Rauchschwaden, Wickelfische, Bierdosen und jede Menge fröhliche Leute: Das ausgelassene Feiern am Rheinufer ist vom sommerlichen Basel nicht mehr wegzudenken. In den letzten Jahren sorgten lange Debatten über Wegwerfgrills, Beschwerden der Nachbarn und die neuen Buvetten für reichlich Gesprächsstoff. Immer wieder geistert auch der Begriff der Mediterranisierung…

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gesichtet #63: «Ich bin reich, gut aussehend und habe schon gegessen»

gesichtet #63: «Ich bin reich, gut aussehend und habe schon gegessen»

Von Michel Schultheiss Die Mittlere Brücke in Basel ist um ein Spektakel reicher. Weder ist weder von Eric Webers Ausraster noch von den Liebesschlössern am Gitter des Käppelijoch die Rede. Es sind auch nicht die Akkordeonisten, Bettler, Missionare, Politiker oder Fundraising-Beauftragte gemeint, welche beim dort die Aufmerksamkeit der Fussgänger fordern.…

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gesichtet #58: Littering-Poesie aus Kleinhüningen

gesichtet #58: Littering-Poesie aus Kleinhüningen

Von Michel Schultheiss Ausnahmsweise wird keine eine entlaufene Katze gesucht. Es wird auch nicht die Ausrufung der Monarchie angekündigt, kein Rheinhattan versenkt und schon gar kein Marabout bekannt gemacht. Bei den Zetteln, welche bisweilen an den Kleinhüninger Sitzbänken kleben, geht’s um etwas anderes: Mit Vierzeilern soll die Aufmerksamkeit der Passanten…

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gesichtet #57: Die Mär vom Untergang der «Sonne»

gesichtet #57: Die Mär vom Untergang der «Sonne»

Von Michel Schultheiss Der amerikanische Jazz-Pianist Horace Silver und das Dancing «Sonne» an der Rheingasse haben etwas gemeinsam. Musikalisch mögen sie das Heu nicht auf der gleichen Bühne haben – zwischen Hard Bop und Party-Krachern liegen schliesslich Welten. Beiden wurde aber kürzlich die Ehre zuteil, fälschlicherweise totgesagt zu werden. Während…

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gesichtet #56: Ein Medizinmann aus Basel

gesichtet #56: Ein Medizinmann aus Basel

Von Michel Schultheiss Die Luft ist geschwängert vom Zimtduft der Räucherstäbchen. Italienische Barockmusik ist zu hören. Tropische Pflanzen, indianisches Kunsthandwerk und farbenkräftige Bilder des Künstlers Élon Brasil legen nahe, dass es sich hier um eine besondere Praxis handelt. Auch der Behandelnde ist eine Erscheinung für sich: Bekleidet mit einem Lendenschurz…

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gesichtet #55: Die Protest-Passage und die Steinewerfer

gesichtet #55: Die Protest-Passage und die Steinewerfer

Von Michel Schultheiss Sie sind als Schleichwege bekannt: Verwinkelte Gässlein oder finstere Fussgänger-Passagen, die nicht einmal auf Google Maps zu finden sind. Dennoch sind sie nicht zu unterschätzen – schliesslich vermeidet man dank ihnen grössere Umwege. Zudem sind diese Weglein bisweilen noch richtige Trampelpfade im Vergleich zu den gepflegten grösseren…

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gesichtet #53: Prominente Unterstützung für den König – Dom Manuel III meets Eric Weber

gesichtet #53: Prominente Unterstützung für den König – Dom Manuel III meets Eric Weber

Von Michel Schultheiss Seelenruhig verharrt er mit den Flyern und Plakaten vor dem Rathaus. Die vorweihnachtliche Einkaufshektik mag ihn nicht aus der Ruhe bringen. Ihre Majestät Prinz Dom Manuel III de Portugal Hohenzollern Borbone Bourbon Bragança führt dort weiterhin die Manifestation der Monarchie durch. Der verhinderte König von Portugal, dessen…

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gesichtet #52: Porno, Poulet und Poetry Slam – über den Wandel am Burgfelderplatz

gesichtet #52: Porno, Poulet und Poetry Slam – über den Wandel am Burgfelderplatz

Von Michel Schultheiss Beim Burgfelderplatz wurde schon mal zu nächtlicher Stunde ein Mann tot aufgefunden. Hardy war der Name des Ärmsten. Es war der Kommissär, der – etwas angetrunken aus seinem Lieblingslokal stapfend – den schrecklichen Fund machte. So ist es zumindest in Hansjörg Schneiders Roman «Hunkeler macht Sachen» aus…

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gesichtet #50: Jahrmarkt-Schauermärchen einst und jetzt

gesichtet #50: Jahrmarkt-Schauermärchen einst und jetzt

Von Michel Schultheiss Eines schönen Tages geschah Sonderbares mit der «Enterprise». Das beliebte Kopfüber-Fahrgeschäft aus den Siebzigerjahren drehte wie gewohnt seine rasanten Runden. Dann aber wollte der fliegende Bau mit den Gondeln, die an Bügeleisen erinnerten, einfach nicht mehr stoppen. In einem Affenzahn drehte der rund zwanzig Meter hohe Radkranz…

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gesichtet #48: Die Mühle des Wissens (Zweiter Teil)

gesichtet #48: Die Mühle des Wissens (Zweiter Teil)

Von Michel Schultheiss Skripte, Repetitorien, Nachschlagwerke, Notebooks, und Leuchtstifte belegen die Lesetische. Hinzu kommt die eine oder andere Mineralwasserflasche – die nach den Hausregeln einzige gestattete Form der Lebensmittelversorgung im Lesesaal der Basler Uni-Bibliothek. Neben den Tischen seit jüngster Zeit auch Plastikkörbe mit dem Logo der Basler Kantonalbank. Anscheinend sollen…

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