Lesestoff für den Feiertag!

Zum heutigen Feiertag wartet «Zeitnah: Kulturmagazin seit 2012» mit gleich drei verschiedenen Texten auf. Damit lässt sich die gewonnene freie Zeit auch fernab von Grillwurst, feierlichen Reden und Höhenfeuern verbringen – geniessend, lesend, denkend.

Martin Stohler wirft im Text «Aus dem Schweizer Nationaltheater» einen kritischen Blick auf den Spielplan des Schweizerischen Nationaltheaters (SNT). Nachdem der erste Teil des Aufführungszyklus «Volkswahl des Bundesrats» bei Publikum und Kritikern durchfiel, weitet er den Blick auf mögliche weitere Inszenierungen, die noch anstehen. Ausserdem fragt er sich, warum gewisse Sprachregelungen in den Medien ohne kritische Verortungen übernommen werden.

Dominik Riedo widmet sich in seinem Text «209 Jahre Schweizer National-Epos» Schiller und Schillers Tell. Er zeigt eine Tradition der Geschmäcklerischkeit auf, die sich auf die Wahrmehmung Tells als Handelnder und Revolutionär konzentriert. In einer solchen Optik bleiben indes Schillers differenzierenden philosophischen Überlegungen und Abwägungen auf der Strecke. Höchste Zeit für neue Auseinandersetzungen mit diesem Text.

Gregor Szyndlers Kurzgeschichte «Der Plagöri» spielt in den Grenz- und Graubereichen zwischen Lektüre und Erleben, Fakt und Fiktion. Gessler hat seinen Auftritt als Bücherwurm und mürrischer Dienstreisender, während Tell aufscheint als leicht entflammbarer, ambitiöser Schütze. Der Text versucht, die Wirkbedingungen des Stoffes einzugrenzen und zeitlich zu entgrenzen.

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