Zitat der Woche: Nathaniel Hawthorne, Das Haus mit den sieben Giebeln

Das heutige Zitat der Woche ist ganz kulinarisch ausgerichtet: Es ist eine der wohl schönsten Betrachtungen Nathaniel Hawthornes aus seinem Roman «Das Haus mit den sieben Giebeln». Danke an Tante Étudiante für das Zitat und die Inspiration!

Beim heutigen Zitat der Woche lädt Nathaniel Hawthorne zum Frühstückstisch. zVg

Beim heutigen Zitat der Woche lädt Nathaniel Hawthorne zum Frühstückstisch. zVg

Noch schlaftrunken steht man auf, findet sich erst einmal im Badezimmer und in den Kleidern wieder, doch ohne ein ordentliches Frühstück fühlt man sich nur wie ein halber Mensch. Umso besser, wenn der Frühstückstisch am Sonntag hübsch zurecht gemacht und obendrein noch reich gedeckt ist. Der Duft von Kaffee oder Tee und noch warmem Brot, Käse, vielleicht Sonntagsschinken oder frisches Obst … da kann der Tag ja nur gut beginnen.

An diesem Sonntag lassen wir den Text deshalb Text sein, wünschen einen guten Appetit und übergeben das Wort an Nathaniel Hawthorne:

Das Leben im Haus kennt wenig angenehmere Aus- und Ansichten als einen hübsch aufgeputzten und wohlbesetzten Frühstückstisch. Wir treten frisch an denselben, in der tauigen Jugend des Tages, wenn unsere geistigen und körperlichen Elemente noch besser harmonieren als zu späterer Zeit, so dass die materiellen Genüsse des Frühstücksmahls vollständig gewürdigt werden können ohne jeden beschwerenden Vorwurf von Seiten des Magens oder des Gewissens, dass wir den tierischen Teilen unserer Natur auch nur eine Kleinigkeit zu viel nachgäben.

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