Universiphil1 #1: Ich esse einmal im Jahr Lachs

Von Tante Étudiante

 

Eine neue Kolumne bei Zeitnah: Tante Étudiante berichtet regelmässig vom Leben in- und ausserhalb der Uni. Den Anfang macht ein kulinarischer Vergleich des Englischen und Nordistischen Seminars an der Uni Basel.

 

Ich esse einmal im Jahr Lachs. Und das, ohne Fisch (oder jegliches anderes Getier aus dem Wasser) überhaupt gerne zu haben. Was also vermag dieses äusserst atypische Verhalten aus mir hervorzulocken? Die Antwort wirkt vielleicht ein wenig banal – es ist das Apéro-Buffet am Einführungs-/Willkommen-zurück-Abend für neue wie auch alte Nordistik-StudentInnen jeweils zu Beginn des Herbstsemesters. Schon beim Hereintreten wird man freundlich darauf hingewiesen, dass man sich doch schon mal etwas zu trinken nehmen sollte – Bier gäbe es im Kühlschrank; Wein, O-Saft und Mineral stehen auf dem Tisch. Wenn sich dann alle mit einem Getränk ihrer Wahl eingefunden haben, spricht der Professor ein paar einführende und informative Worte. Allzu lange dauert das jeweils nie, denn sobald ihm auffällt, dass Leute mit leeren Gläsern/Bierfläschchen dastehen, gibt er – sich seiner zu langen Rede entschuldigend – jeweils das Zeichen, das bereits erwähnte Buffet zu eröffnen. Nebst Lachs und Meerrettich-Schaum findet sich selbstverständlich auch eine Auswahl verschiedener Käse-, Aufschnitt-, sowie Brotsorten, Trauben oder andere Früchte und natürlich die obligaten Chips und Salzstängeli. So macht der Studienanfang doch richtig Spass!

 

zVg

 

Nun will ich mich davor hüten, den Qualitätsstand der verschiedenen Seminare anhand ihrer kulinarischen Angebote zum Semesterbeginn zu bemessen. Trotzdem ein Vergleich: Anno dazumal, als ich an der Einführungsveranstaltung vom Englischen Seminar war, gab es gerade mal drei Flaschen Softdrinks aus dem Denner und je eine kleine Packung Chips und Erdnüsse. Im Rückblick mag das vielleicht ein wenig dürftig erscheinen, doch gestört hat mich das eigentlich nie. Einerseits fehlten mir damals die Vergleichsmöglichkeiten (da ich erst ein Jahr später in den Genuss des Nordistik-Buffets gekommen bin), andererseits gehöre ich nun als Fachgruppen-Mitglied des Englischen Seminars selbst zu denjenigen, die das Apéro-Buffet für den Einführungsabend organisieren. Lachsbrötchen haben wir zwar immer noch nicht, aber die hebe ich mir ja für ein andermal auf – und ein paar gute alte Chips mag ich sowieso lieber.

 


Tante Étudiante studiert Englisch und Nordistik an der Uni Basel und mag Pinguine, Elche und Eidechsen. Exklusiv für „Zeitnah: Kulturmagazin seit 2012“ frönt sie einmal im Monat ihrem süssesten Laster, Universiphil1.

 

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