Die Oscars 2018 sind anders als alle anderen Oscars, denn nach #metoo und #oscarssowhite war die Academy als alter, weisser Herrenclub unter starker Beobachtung. Die Academy hat es aber wohl geschafft, sich nicht in die Nesseln zu setzen – auch wenn die Frauen auch diesmal grösstenteils leer ausgingen.
Vater und Sohn treffen aufeinander, und mit ihnen zwei Blicke auf die Welt der (israelischen) Palästinenser: ein Blick von aussen, aus der Diaspora, und ein Blick von innen, wo ohne Zusammenarbeit mit den Machthabern gar nichts läuft.
Nach «La pazza gioia» kehrt Paolo Virzì mit einem zumindest vermeintlich leichteren Stoff zurück – in seiner ersten englischsprachigen Produktion spielen Helen Mirren und Donald Sutherland ein altes Paar auf der Reise in den Süden.
Kevin Phillips erster Langspielfilm ist eine starke Mischung aus Milieustudie und Thriller – mit einem Showdown, der wohl auch in einem Giallo nicht Fehl am Platz wäre.
Guillermo del Toros Oscarfavorit wirft einen Blick zurück in die Zeit des Kalten Krieges – in die Zeit, in der die Monster Movies ihre Hochzeit feierten. Und del Toros neues Werk ist nicht zuletzt eine Hommage an diese Filme.
Das Debüt des Sohns von Anthony Perkins ist ein packender Horrorfilm, bei dem die Mitarbeit des denkenden Publikums gefragt ist. Die bedrohliche Atmosphäre wird von der komplexen Dramaturgie des Films unterstützt.
In seiner Mischung aus filmischem Essay und Dokfilm mit Talking Heads stellt sich Dieter Fahrer eine Schweiz ohne Zeitungen vor und redet mit Medienschaffenden von SRF (Echo der Zeit), Bund, Watson und Republik. Ein spannender Einblick und gerade im Hinblick auf die No-Billag-Abstimmung Pflichtstoff.