1934 erschuf der amerikanische Fantasy-Autor Fritz Leiber zwei Figuren, die partout nicht ins damals übliche Heldenschema passen wollten: „Fafhrd und der Graue Mausling“ waren keine Prinzen oder wackeren Ritter, sondern zwei liebenswerte Schurken, die trinkfreudig von einem Abenteuer ins nächste stürzten und mit Worten ebenso gut fechten konnten wie mit…
Der neue Dortmunder Tatort „Mein Revier“ liefert vier triftige Gründe, ihn nicht zu schauen. Sie heissen: Peter Faber (Jörg Hartmann), Martina Bönisch (Anna Schudt), Nora Dalay (Aylin Tezel) und Daniel Kossik (Stefan Konarske). Der filmische Rückzug ins Ermittlerprivatleben zwecks Übertünchung von „plotholes“ nervt schon bei einem einzigen oder zwei Tatort-Ermittlern…
von Jan Drees Geklaute Tweets, ungeschriebene Atzen-Regeln, Anbagger-Bücher (“Das Playbook”), peinliche SMS, “Die fabelhafte Welt der Leichen” und “Die Vorwürfe. Die Gerüchte. Der Rücktritt. Die Zukunft” oder auch demnächst “Mein Leben als Chef von Deutschlands edelstem Bordell”. – Coupé ist eine deutschsprachige Zeitschrift mit inhaltlichem Schwerpunkt auf Unterhaltung und Erotik.…
Ist Irre, dieser »furiose, an Getriebenheit und Dichte hierzulande seither kaum erreichte« Debütroman des Münchner Schriftstellers Rainald Goetz ein systemtheoretisch inspirierter Text? Und kann besagte »Getriebenheit und Dichte« mit den literaturwissenschaftlichen Instrumentarien der Systemtheorie nachvollzogen werden? Welche neuen Erkenntnis ergeben sich, zum Beispiel über die Struktur des Textes und die Intentionen des…
von Jan Drees Texte über Texte über zu schreiben, ist mehr als ein Beruf, ist Berufung. Dabei geht es um die Stiftung von Ordnung ebenso wie um die Entfesselung eines kreativen Chaos. Der Weg von der Lektüre zum Text führt über Ideen, Zettel, Verzettelungen. Lassen Sie sich vom Schriftsteller und…
Von Yelisaveta Staehlin Zum heutigen Texttag präsentiert Ihnen Zeitnah „Auf Haut und Vergessen“, ein rätselhaft rauschendes Gedicht von Yelisaveta Staehlin. Wörter schwimmen, versinken und tauchen anderswo wieder auf. Lassen Sie sich von Worten und Rhythmen verzaubern, tauchen Sie ein in Rätsel und Tiefen.
Von Michel Schultheiss Nach dem Sturm aufs kalte Buffet gehen üblicherweise diejenigen, welche zu spät eintreffen, leer aus. Das nervige Prinzip des «S’het solangs het» gilt auch für die geistige Nahrung: Wer sich in der Universitätsbibliothek mit NZZ, FAZ oder mit der «Zeit» die Zeit totschlagen möchte, ist in der…