Das Regie-Duo Glatzer und Westmoreland legt nach «Quinceañera» einen Independent-Streifen mit Mainstream-Appeal vor, der auch bei der Academy sehr gut angekommen ist. Julianne Moore wurde für ihre Darstellung einer an Alzheimer erkrankten Linguistik-Professorin mit dem Oscar für die beste Hauptdarstellerin ausgezeichnet.
Nach dem «American Gigolo» (1980) und dem «American Gangster» (2007) folgt der amerikanische Heckenschütze: Clint Eastwoods neuer Film ist ein politisch fragwürdiges Spektakel, in dem vor allem viel geschossen wird.
Der Ko-Autor des Animationsfilms «Rango» legt mit «Coherence» einen grossartigen Science-Fiction-Film vor, in dem es in Tat und Wahrheit nicht um Kohärenz, sondern um deren Zerfall geht. Ein Film ganz ohne Raumschiffe, aber dafür ein starker Trip in die Tiefen der menschlichen Seele.
Paul Thomas Anderson verfilmt Thomas Pynchon – ein Glücksfall. PTA legt also nach «There Will Be Blood» ein weiteres Mal eine Literaturverfilmung vor – und zugleich einen seiner besten Filme. Dabei handelt es sich zudem um die erste (bzw. genauer: zweite) Pynchon-Verfilmung ever.
Der in Deutschland geborene Schweizer Regisseur Maurizius Staerkle-Drux legt mit seinem ersten Langfilm ein interessantes Porträt einer Generationen umspannenden Architektenfamilie vor.
Nach «Wrong» kehrt Quentin Dupieux aka Mr. Oizo mit einem weiteren abseitigen Film zurück. Wer aber «Rubber» und «Wrong» mochte, darf auch Oizos neues Werk, in dem korrupte Cops ihr Unwesen treiben, nicht verpassen,
Von Tanja Hammel Der Urner Filmautor Felice Zenoni, der in Zürich lebt und seit über zwanzig Jahren Filme in der Schweiz und im Ausland dreht, hat über drei Jahre lang akribisch in Archiven und Sammlungen recherchiert. Anhand des bedeutendsten Urner Künstlers Heinrich Danioth (1896-1953) hat er seinen «ganz persönlichen Heimatfilm»…