Am 17. August 1885 in Berlin geboren. Am 1. Oktober 1972 in Hamburg gestorben. Noch selten hat man aus einem Leben durch die üblichen zwei Eckdaten so wenig herauslesen können wie im Fall von Kurt Hiller. Denn von ihm lässt sich eine Menge mehr sagen als dass er immerhin 87 Jahre lang nicht gestorben sei.
Von Dominik Riedo Kaum ein anderer Autor haderte so sehr mit der ihm eigenen Gabe, Nachschlagewerk-Wissen mit einem Schuss Fantasie zu einer genialen Form von Realität zu kompilieren. Dominik Riedo über Karl May.
Von Dominik Riedo Müde, ja. Verbraucht. Aber was ich dann und wann zu sagen habe, und manchmal auch sehr unsicher sage, das sind natürlich Gedanken eines alten Mannes, eines Schriftstellers, der vierundsiebzig ist. Nach Montauk (1975), nach den Gesammelten Werken in zeitlicher Folge zum 65. Geburtstag (1976), nach Der Mensch erscheint…
Einen Vogel haben und Vögel haben ist nicht dasselbe: Ein eigensinniges und profundes, prächtig illustriertes Buch zeigt, was es sich mit dem Vogel und den Vögeln in der Schweiz auf sich hat. – Eine Rezension von Dominik Riedo
Dominik Riedo bespricht auf verspielte Art und Weise Jean Pauls «Des Luftschiffers Giannozzo Seebuch» in der typografisch wunderbaren Wallstein-Ausgabe.
Dem Künder der Moderne und des Augenblicks, Charles Baudelaire, schaut Dominik Riedo in seinem Essay auf die Finger: Es geht um Exotik und Erotik von Bergen, Schluchten, Körperteilen.
Dominik Riedo stellt vor: «Der Blaue Kammerherr» von Wolf von Niebelschütz. Eine Wunderkreatur. Wortmusik, endlich erträgliches Moll. Das ist Literaturkritik aus Leidenschaft und Lektüre. Eine ins Auge springende Parodie ist heute gar nicht mehr schreibbar. Selbst wenn man alles überzeichnete: Kaum ist das Buch geschrieben und gedruckt, man schaut kurz…