Von Michel Schultheiss Es ist bisweilen durchaus möglich, gleich vor der Haustüre auf unbekannte Welten zu treffen. Walter Benjamin hat dieses Erlebnis schön beschrieben: «Sich in einer Stadt zurechtfinden heisst nicht viel. In einer Stadt sich aber zu verirren, wie man in einem Walde sich verirrt, braucht Schulung», heisst es…
Von Michel Schultheiss Wer aufmerksam durch die Stadt spaziert, hat sie sicherlich schon bemerkt. Sie zieren manche Ecken Basels. Egal, ob an einer Ampel beim Brausebad oder an einer Wandzeitung am Andreasplatz: Die von Hand beschriftete Etikette mit der Botschaft «Jesus Christus lebt» scheint sich wie von (heiliger?) Geisterhand an…
Von Michel Schultheiss Er ist die Ruhe in Person. Täglich harrt er auf dem Claraplatz aus. Stets stellt er morgens seine Staffelei und einen Klappstuhl auf, dazu ein paar Beispielbilder, darunter ein Konterfei von Elvis. Nebst Porträts bietet er auch Schlüsselanhänger und Türschilder mit individueller Beschriftung feil.
Von Michel Schultheiss Bestimmte Winkel Basels werden selten aufgesucht. Es sind quasi die Ritzen der Stadt, die sich nicht in ein Schema zwängen lassen und oft ein wenig verlassen und schmuddelig bleiben. Schon mehrere solche Orte, etwa die trostlose Schlachthof-Gegend oder die finstere Fussgängerpassage des Theatergässleins, wurden hier schon präsentiert.…
Von Michel Schultheiss Die Mittlere Brücke in Basel ist um ein Spektakel reicher. Weder ist weder von Eric Webers Ausraster noch von den Liebesschlössern am Gitter des Käppelijoch die Rede. Es sind auch nicht die Akkordeonisten, Bettler, Missionare, Politiker oder Fundraising-Beauftragte gemeint, welche beim dort die Aufmerksamkeit der Fussgänger fordern.…
Von Michel Schultheiss Der Kunstsammler wurde selbst zum Kunstwerk: Nicht schlecht gestaunt hat so mancher Passant, als plötzlich ein prächtiges Porträt Ernst Beyelers auf der Fassade einer Abbruch-Bude auftauchte.
Von Michel Schultheiss Manch einer mag diesen Pfadfinder-Gassenhauer noch aus den Schulzeiten kennen: «Dieses Haus ist alt und hässlich, dieses Haus ist kahl und leer, denn seit mehr als 50 Jahren, da bewohnt es keiner mehr, dieses Haus ist halb zerfallen, und es knarrt und stöhnt und weint, dieses Haus…