Die Tübinger und Frankfurter Vorlesungen von Marlene Streeruwitz zur Poetik sind lesens- und bedenkenswert. Auch wenn sie die Frage nach einer weiblichen Ästhetik in der Literatur zwar stellen, aber nicht beantworten. Was wohl Absicht ist. Der Kontext ist der: Vor den Vorlesungen von Marlene Streeruwitz war eines der drei letzten…
Von Michel Schultheiss Die letzten Monate waren geprägt von grossen Verlusten für die lateinamerikanische Literatur: Mit Carlos Fuentes, Juan Gelman, José Emilio Pacheco und nun Gabriel García Márquez sind vier sehr unterschiedliche, doch allesamt brillante Stimmen verstummt. Allen gemeinsam ist, dass sie sich in Mexiko-Stadt ihre letzten Tage verbrachten. Mit…
Dem Künder der Moderne und des Augenblicks, Charles Baudelaire, schaut Dominik Riedo in seinem Essay auf die Finger: Es geht um Exotik und Erotik von Bergen, Schluchten, Körperteilen.
Wer viel liest, wird selbst ein Buch. Wer viel liest, wird viele Bücher: Wer Dominik Riedos Text über das Lesen und das Leben liest, liest sein Leben anders, lebt sein Lesen anders als zuvor.
Von Tanja Hammel Die Schweiz hat viel erlebt in diesem Jahr. Bundespräsident Ueli Maurer sagte in seiner Neujahrsansprache, dass die Schweiz in der Vergangenheit keine Fehler gemacht und nichts zu lernen hätte. Sie würde kritisiert, weil sie vieles besser gemacht hätte als die anderen Länder. Im Verlauf des Jahres wird…
Von Tanja Hammel Menschen wissen wenig über Pflanzen. Dieses Unwissen hat sie seit jeher dazu verleitetet, Pflanzen zu ignorieren oder misszuverstehen – insbesondere im Westen, seit Platon und Aristoteles ihre anthropozentrische Weltsicht propagierten. Das Christentum, Thomas Aquin sowie Albertus Magnus im Mittelalter, sowie Descartes und Hegel haben diese massgebend verstärkt…
Von Tara Hill Was mich an der gegenwärtigen Diskussion über die zunehmend auseinanderdriftende Einkommensverteilung irritiert, ist das stets zu hörende Totschlagargument «jeder kann es schaffen, wenn er will: der Schlüssel ist Bildung und harte Arbeit» (der klassische «amerikanische Traum»). Meine beiden Grossväter selig hatten keinen grösseren Wunsch als zu studieren…